Tapetenwechsel? – Neue Formate im alten Fernsehen

Jede Zeit hat ihre Bildkultur. Und wenn man unser heutiges Bild-Leitmedium Fernsehen anguckt, fällt auf: Neue Bild-Gedanken werden gebraucht. In der Metamorphose von der analogen zur digitalen Gesellschaft reicht es nicht, dass sich die klassischen Fernsehsender gegenseitig die populärsten Moderatoren abkaufen, Erfolgsformate in x Variationen vervielfältigen oder Zeitgeist-Erfolge wie DSDS (Deutschland sucht den Superstar) und Einschaltquoten als Erfolgssquotienten annehmen, während sich im Internet ein Paralleluniversum rund um YouTube und (werbefinanzierte) YouTube Stars wie “Die Außenseiter” entwickelt.

“Die Tagesschau wird es auch in 50 Jahren noch geben”, hieß es beim telegraphen_special der Telekom zur IFA 2011 in Berlin. Diskutiert wurde dort die Frage: Ist das klassische Fernsehen ein Auslaufmodell – von 3 Herren der nächsten Generation Fernsehredakteure. Einer davon war der Gründer von tape.tv, Conrad Fritzsch, der den Online Musiksender so entwickelt hat, wie er selbst gern Fernsehen “glotzen” möchte. Seit Mai 2011 gibt es eine Kooperation mit ZDFKultur.

Auch Web-Apologet Mario Sixtus ist mit seinem Videopodcast “Der Elektrische Reporter” ein Magazin bei ZDFKultur geworden. Genauso wie die Konspirativen Küchenkonzerte aus Hamburg.
Betrachtet man diese drei Beispiele, hieße ein Erfolgsmodell für die Zukunft des Fernsehens: Individualismus + Idealismus = Innovation.
Aber ist das wirklich so? Anlass für ein Gespräch mit dem Moderator, Gastgeber und Produzenten der Hamburger Küchenkonzerte, die seit 2011 wöchentlich auf ZDFKultur zu sehen sind.

Aufgezeichnet wurde dieses Gespräch an einem sonnigen Vormittag in Hamburg-Wilhelmsburg, wo man kollektiv an den nächsten Folgen der Konspirativen Küchenkonzerte arbeitete.

    Diesen Beitrag mitteilen:

Ihre Meinung ist uns wichtig

*

Vorheriger Artikel: